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Tafelmalerei aus dem Kongo

Ihren Ursprung findet die kongolesische Tafelmalerei in der traditionellen Hausmalerei dieses Landes. Diese Kunst wurde auf die Lehmwände der Gebäude angebracht und war deshalb der Witterung ausgesetzt. Deshalb musste sie beständig erneuert werden. Aufgrund dieser Gegebenheiten sind bis auf relativ wenige fotografische Aufnahmen kaum Zeugnisse dieser Kunst überliefert.

Um 1930 fanden Europäer Gefallen an dieser farbenfrohen ornamentalen, seltener figürlichen Kunst. Sie regten afrikanische Künstler wie Djilatendo an, ihre Werke in dauerhafterer Form zu fertigen, nämlich als Aquarelle auf Papier.

Es ist eine Reihe von Werken aus der von Pierre Romain Desfossés gegründeten Malschule Académie de l'art populaire congolais im Afrika-Haus vertreten. Diese Malschule entstand in den 1940er Jahren.

Bela Borkémas hingegen entwickelte eine eigene Fingermaltechnik. Bei dieser Technik tupft er die Farbe mit den Fingerspitzen auf. Damit erzielte er Effekte, die an Werke aus dem europäischen Pointillismus erinnern. In den Bildern von Mwenze Kibwanga werden phantastisch-dramatische Szenen gezeigt, beispielsweise Raubvögel mit riesigen Schwingen oder Kämpfe zwischen Menschen und Tieren.